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Präventionsrat berät in DITIB Moschee über Projektarbeit

Gießener Präventionsrat
v.l.: Martin Blanke, Präsident Amtsgericht; Stefan Becker, Erster hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Landkreis Gießen; Lusaper Witteck, Netzwerk gegen Gewalt; Peter Speth, Leitender Oberstaatsanwalt; Sinasi Saglam, Vorsitzender DITIB Moschee; Hayri Cihangeri. Religionsbeauftragte DiTIB Moschee; Heinz-Peter Haumann, Oberbürgermeister Gießen; Aysun Yigit, Manfred Schweizer, Polizeipräsident

Becker bedankt sich für herzliche Atmosphäre

 

Der Präventionsrat der Stadt und des Landkreises Gießen trafen sich am 12. Februar in der DITIB Moschee in Gießen. Sehr herzlichen begrüßten Hayri Cihangeri (Religionsbeauftragter der DITIB Moschee Gießen) und Sinasi Saglam (Vorsitzender der DITIB Moschee Gießen) alle Mitglieder des Präventionsrates, schilderte der Vorsitzende des Präventionsrates und Erste Kreisbeigeordnete Stefan Becker die Atmosphäre und bedankte sich im Namen des Gremiums, dass Herrn Saglam und Herr Cihangeri sich bereit erklärt hatten, die Präventionsratsitzung in der Moschee stattfinden zu lassen und für den herzlichen Empfang bei Tee und türkischen Spezialitäten.

 

Hierbei handele es sich um ein wichtiges Symbol für eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen den Kulturen im Bereich der Präventionsarbeit, für die alle Seiten eine Verantwortung tragen, unterstrich Herr Cihangeri durch einen Vergleich von „verschiedenartigen Blumen in einem Garten“, dass der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Verschiedenartigkeit der Gedanken, Kulturen und Religionen liegt.

 

Herr Saglam unterstrich in seiner Begrüßung ebenfalls diesen Gedanken und bat um Unterstützung bei der zukünftigen Projektarbeit mit Frau Veith Döring von der VHS Gießen, Herrn Kipp vom Staatlichen Schulamt sowie Frau Lusaper Witteck von der regionalen Geschäftsstelle des Netzwerks gegen Gewalt. In dieser Konstellation hatte es ein Treffen im September 2008 von Lehrern und Herrn Cihangeri, während der Fastenzeit Ramadan, in der Moschee gegeben.

 

Herr Dr. Bernd Hündersen vom Gießener Suchthilfezentrum stellte das Projekt SKOLL (Selbstkontrolltraining) vor. SKOLL ist ein Gruppenangebot für Menschen, die sich fragen, ob sie übermäßig Medikamenten oder Drogen gebrauchen, problematisch spielen oder zu viel Alkohol trinken. Ziel der Gruppenarbeit sei es, den Konsum zunächst zu stabilisieren, dann zu reduzieren und bestenfalls ganz einzustellen.

 

Burkhart Steinz informierte das Gremium als Vertreter der Stadt Gießen über eine Fortbildung, die vom 11.-13.03.2009 in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium des Innern und Sport durchgeführt werden soll. Ziel sei die Ausbildung weiterer Multiplikatoren für das erfolgreiche Gewaltpräventionsprojekt „Gewalt - Sehen - Helfen“.

 

Simon Schmidt (Jugendzentrum Holzwurm) stellte die Ziele in seinem Projekt "jugend@NORDPOL (mobile aufsuchende Arbeit in der Nordstadt) vor, warb um Zusammenarbeit und um finanzieller Unterstützung. Er will den der Erhalt des Projektes auch nach Ablauf des Förderzeitraums (11.06-10.09) gesichert wissen. Schmidt berichtete von einem Treffen  mit Heinz Kipp (Leiter staatliches Schulamt), Peter Speth (Leitender Oberstaatsanwalt), Martin Blanke (Präsident des Amtsgerichts) und dem Gießener Sportkreis, dass nach der letzten Präventionsratssitzung stattgefunden hat. Ergebnis war, dass Kipp und Speth ihr positives Votum für das Projekt zusicherten und  Blanke erste Bußgeldzuweisungen an das Jugendzentrum Holzwurm in die Wege leitete.


Der Polizeipräsident Manfred Schweizer sicherte Schmidt ebenfalls Unterstützung zu und überreichte ihm einen  Fußball für die Jugendarbeit.

 

Der Präventionsrat hat sich für seine weitere Arbeit auf ein Vier-Säulen-Modul mit den Bereichen Sucht, Gewalt, Verkehrssicherheit und Sicherheit im öffentlichen Raum verständigt. Neben schon laufenden Projekten wie dem „Runden Tisch Drogen“ oder „Sicheres Gießen“ wird es darum gehen, für neue Problemfelder und vorhandene Arbeitsschwerpunkte  kriminalpräventive Lösungsmöglichkeiten zu finden, fasste Becker abschließend  das Ergebnis des Treffens zusammen.