Landrätin Schneider lobt Engagement der Azubis
Bildunterschrift:
Azubis der drei Ausbildungsjahrgänge, die trotz Herbstferien in der Kreisverwaltung arbeiteten. (Foto: Kreisverwaltung Gießen: Beate Böhm)
Ausbildung beim Landkreis Gießen? Aber klar doch!
Wie in jedem Jahr arbeiteten auch in diesem Herbst die Auszubildenden (Azubis) des 3. Ausbildungsjahres der Kreisverwaltung Gießen eigenständig an einem Projekt. Das diesjährige Thema lautete „Ausbildung Landkreis Gießen“. Hierbei lag der Schwerpunkt der Aktivitäten unter anderem darauf, dass die Auszubildenden selbstständig im Projektmanagement waren, die notwendigen Struktur- und Ablaufpläne erstellten, die Meilensteine setzten und die Ergebnisse nach Abschluss präsentierten. Landrätin Anita Schneider lobte das Engagement des Nachwuchses: „Die Auszubildende haben mit diesem Projekt nicht nur sehr gute Ergebnisse erarbeitet, sondern auch viel an Wissen und Erfahrung für den weiteren beruflichen Alltag mitnehmen können. Ich habe den Auszubildenden bereits zugesichert, dass wir ihre Vorschläge auf Umsetzung überprüfen werden. Denn als Verwaltungsleitung ist es mir wichtig – gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels – uns heute schon als attraktiven Ausbildungsbetrieb zu präsentieren“.
Erfahrungen zur Projektarbeit hatten die acht jungen Menschen bereits ab dem 1. Ausbildungsjahr sammeln können: Gemeinsam mit den Auszubildenden der Stadt Gießen haben sie beispielsweise das Projekt „20 Jahre friedliche Revolution – als die Flüchtlinge aus der DDR nach Gießen kamen!“ erarbeitet.
Dieses Jahr wurde ihnen die Aufgabe gestellt, dass sie sich Möglichkeiten überlegen sollten, wie man die Ausbildung bei der Kreisverwaltung populärer gestalten und gleichzeitig den „Männeranteil“ erhöhen könnte!
Es lag an den Auszubildenden selbst, ein Konzept zu erstellen, um dies zu ändern. Hierzu wurden Handzettel erstellt und eine Umfrage in der Gießener Innenstadt organisiert. Der Dreh eines Videos, einen Tag der offenen Tür in der Kreisverwaltung und der Aufbau eines Info-Standes auf einer Ausbildungsmesse sind weitere Ideen, mit denen die acht Azubis die Aufmerksamkeit von künftigen Bewerberinnen und Bewerbern auf sich lenken wollten. Sowohl die Jungs als auch die Mädchen werden in den Berufen der Fachangestellten für Bürokommunikation und Verwaltungsfachangestellten gleichermaßen gefordert und gefördert.
Die Auszubildenden haben sich dann die Zahlen der letzten zehn Jahre genauer angeschaut und festgestellt, dass jedes Jahr der Anteil der männlichen Azubis kleiner war, als der der weiblichen Nachwuchskräfte. Durch die Kreis-Ausbildungsleiterin Beate Böhm erfuhren sie, dass es bereits bei den eingehenden Bewerbungen anzahlmäßig einen großen Unterschied, rund Zweidrittel zu einem Drittel, zwischen weiblichen und männlichen Bewerbern gibt.
Am Ende des Projektes stellten die Auszubildenden ihre Ergebnisse anhand einer Präsentation vor Landrätin Anita Schneider und dem hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Siegfried Fricke sowie den Ausbilderinnen und Ausbildern vor.
In einem sind sich die teilnehmenden Azubis (Projektleiter Daniel Hoßfeld, stellvertretende Projektleiterin Jacqueline Hube, Silver Ghandi, Martin Schander, Alexander Schmitt, Monika Klosok, Beriwan Aka und Anne-Kathrin Hofmann) einig: Die Projektarbeit während dieses 14-tägigen Projektes habe den Gemeinschaftssinn noch mehr gestärkt, es konnten Erfahrungen im Bereich des Projektmanagements gesammelt werden und man konnte die eigene Teamfähigkeit unter Beweis stellen.
Insgesamt waren alle Teilnehmenden mit dem Ergebnis zufrieden und freuten sich über die gelungene Präsentation. Weitere Informationen zur Ausbildung findet man auf der Internetseite der Kreisverwaltung Gießen: www.lkgi.de.








