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Jetzt ist Zeit für eine Grippeschutzimpfung!

Landkreis Gießen. „Jetzt ist die richtige Zeit, sich gegen Grippe impfen zu lassen!“, appelliert der der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Dirk Oßwald. Den Beginn der alljährlichen „Schnupfensaison“ und das Auftreten vereinzelter Grippefälle nimmt er zum Anlass, auf die Bedeutung der Schutzimpfung gegen die Echte Grippe (Influenza) hinzuweisen: „Die Grippe ist eine schwerwiegende Erkrankung, die besonders chronisch Kranke und Personen, die älter als 60 Jahre sind, gefährdet“. Bei ihnen könne es im Krankheitsverlauf häufiger zu Komplikationen kommen, zum Beispiel zu einer bakteriellen Lungenentzündung. Im schlimmsten Fall können solche Begleitkrankheiten tödlich enden, warnen die Experten.

 

„Diese Personengruppen sind daher vorrangig aufgerufen, sich impfen zu lassen. Auch medizinisches Personal und alle Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr sollten sich unbedingt impfen lassen, da sie sich nicht nur selbst anstecken, sondern die Infektion auch weiter tragen können“, betont der Stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Jörg Bremer. Gerade für das Personal in Krankenhäusern sieht der Mediziner eine besondere Verantwortung.

 

Typisch für die Influenza ist der akute Beginn: Aus völliger Gesundheit heraus fühlt man sich plötzlich schwer krank, hat hohes Fieber, Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen. Dazu gesellen sich Husten und andere Beschwerden der Atemwege. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts hat in diesem Jahr die Risikogruppen um eine weitere wichtige Gruppe ergänzt: Auch Schwangere sollen sich demnach nun routinemäßig gegen Grippe impfen lassen. Hintergrund dieser Empfehlung sind die erhöhten Komplikationsraten, wenn eine Frau während der Schwangerschaft an Influenza erkrankt. Eine vorbeugende Impfung kann dies verhindern, darüber hinaus schützt die Impfung indirekt auch die neugeborenen Kinder.

 

Wie Dr. Bremer weiter erläutert, werden in den weltweiten Referenzzentren der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die typischen Veränderungen der Grippe-Viren registriert und der Impfstoff jährlich den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Daher ist alle Jahre wieder eine erneute Impfung notwendig, die vor den aktuell auftretenden Viren schützt.  Die Impfung sei gut verträglich und werde von den Krankenkassen oder zum Teil auch von den Arbeitgebern bezahlt, klärt der Mediziner auf. Auch in diesem Herbst sei erneut mit dem Auftreten des Influenza-Virus A H1N1, dem Erreger der sogenannten „Schweinegrippe“, zu rechnen. In den überarbeiteten Impfstoffen für die Influenza sei daher in diesem Jahr als eine von drei Komponenten wieder auch ein Wirkstoff gegen Influenza A H1N1 enthalten.

 

Zusätzlich erinnert Gesundheitsdezernent Oßwald daran, dass sich Personen ab 60 Jahre sowie chronisch Kranke, auch Kinder, zudem gegen Pneumokokken impfen lassen sollten. „Das Bakterium ist häufig Auslöser schwerer Lungenentzündungen, insbesondere nach Infektion durch die Grippe. Bei diesen Menschen sollte geprüft werden, ob sie bereits eine Impfung gegen Pneumokokken erhalten haben. Wenn nicht, ist sie am selben Tag wie die Grippe-Impfung möglich – also Schutz im Doppelpack“, so der Dezernent abschließend.

 

Auskunft zum Thema Impfung und Gesundheit erteilt Dr. Jörg Bremer im Gesundheitsamt, Telefon: 0641 9390 1417, Mail: joerg.bremer@lkgi.de