GIAG beim Modellprojekt `Bürgerarbeit´ dabei
Innovative Lösungsansätze willkommen – Alle Arbeitssuchende werden berücksichtigt
„Alle interessierten Grundsicherungsstellen bekommen die Möglichkeit an dem Modellprojekt `Bürgerarbeit´ teilzunehmen“. Diese Nachricht erreichte gestern (08. Juli 2010) den Ersten Kreisbeigeordneten (EKB) und Sozialdezernent Dirk Oßwald und die Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der Gesellschafter Versammlung der Gesellschaft für Integration und Arbeit (GIAG), Andrea Kaup.
„Unser Ziel ist es, Arbeitssuchende schnell und erfolgreich in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln“, betonte EKB Oßwald. „Innovative Lösungsansätze wie die Bürgerarbeit helfen uns, die Integration in den Arbeitsmarkt deutlich zu verbessern“, fügte Andrea Kaup hinzu.
Im April hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Interessenbekundungsverfahren zur Durchführung von Modellprojekten zur `Bürgerarbeit´ gestartet. An diesem Verfahren konnten sich bundesweit alle Grundsicherungsstellen beteiligen. Die GIAG Gesellschafter hatten die Geschäftsführung beauftragt, ein Konzept zur Bürgerarbeit zu entwickeln.
Torsten Becker, als verantwortlicher Geschäftsführer der GIAG, hatte innerhalb der Bewerbungsfrist bis Ende Mai das Bewerbungskonzept abgegeben.
Bürgerarbeit zeichnet sich durch eine Aktivierungsphase und eine Beschäftigungsphase aus. In der sechsmonatigen Aktivierungsphase werden Hilfebedürftige auf den allgemeinen Arbeitsmark vorbereitet. Dazu gehören Beratungen, Standortanalysen, Vermittlungsaktivitäten und Qualifizierungen. Im Rahmen der Beschäftigungsphase werden Arbeitssuchende auf einen Bürgerarbeitsplatz im Bereich von zusätzlicher und im öffentlichen Interesse liegender Arbeit vermittelt. Dabei soll es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von bis zu 36 Monaten handeln. Um ein begleitendes Coaching während der Beschäftigungsphase sicherzustellen, soll die Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden begrenzt sein. Arbeitgeber erhalten einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt von 900 Euro und zu Sozialversicherungsbeiträgen von 180 Euro monatlich.
„Wir sind überzeugt, dass mit dem Modellprojekt ´Bürgerarbeit` neue Impulse für eine effiziente Arbeitsmarktpolitik gesetzt werden. Es werden dabei auch diejenigen Bürgerinnen und Bürger nicht vergessen, die es sehr schwer haben, in den allgemeinen Arbeitsmarkt zurückzukehren“, betonten EKB Dirk Oßwald und Andrea Kaup abschließend.








