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Leistungen zum Schutz des Kulturgutes auf zwölf Tafeln dargestellt

Ausstellung Kreisarchiv 12.04.2011

Bildunterschrift:

v.l.: Erhard Eller, Stadtarchiv Hungen, , Siegfried Döhring, Gemeindearchiv Langgöns, Landrätin Anita Schneider, Kreisarchivarin Sabine Raßner, Kreisbeigeordneter Gottfried Schneider, Norbert Theiß, Gemeindearchiv Freienseen, Marei Söhngen-Haffer, Archivverbund Langgöns – Grünberg, Dr. Klaus Becker, Naturschutzdezernent,  anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Bestandserhaltung - Schutz des Kulturgutes in den hessischen Kommunalarchiven“.
Foto: Kreisverwaltung

Ausstellung in der Kreisverwaltung eröffnet – Bürgerinnen und Bürger sind bis Mai ins Haus D eingeladen -  Landrätin hob die Bedeutung der Archivarbeit hervor

 

Archivgut wie alte Urkunden, Akten und Pläne, aber auch Bild und Tonmaterial, das in unseren Archiven lagert, gilt es dauerhaft zu erhalten. Eine Darstellung über die dafür notwendigen Maßnahmen hat die Archivberatungsstelle Hessen in Darmstadt in einer Wanderausstellung zusammengestellt. Vom 12. April bis 11. Mai 2011 sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, im Haus D, 3. Obergeschoss, der Kreisverwaltung Gießen, Am Riversplatz 1-9, die Ausstellung mit dem Titel „Bestandserhaltung – Schutz des Kulturgutes in den hessischen Kommunalarchiven“  zu besuchen. Nach dem Auftakt in Darmstadt ist Gießen die zweite Station auf der hessenweiten Ausstellungstournee. Montag bis Freitag von 8 bis 17.30 Uhr sind die Ausstellungsräume geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

 

Landrätin Anita Schneider hat am 12.04.2011 gemeinsam mit Kreisarchivarin Sabine Raßner die Ausstellung eröffnet. In einem Grußwort hob Landrätin Schneider die Bedeutung der Archive hervor und betonte „Ich bin sehr stolz, dass wir in der Gießener Kreisverwaltung eines von nur insgesamt drei Kreisarchiven in 21 hessischen Landkreisen verwalten. Die Arbeit in den  Archiven trägt zum Erhalt bedeutender Dokumente bei. Ich finde es sehr lobenswert, dass das Engagement der vielen, teilweise ehrenamtlich tätigen Archivbetreuerinnen und – betreuer in dieser Ausstellung dargestellt wird. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich anzuschauen, welcher Einsatz zum Erhalt bedeutender Dokumente notwendig ist“.

 

In zunehmendem Maße wird die Bestandserhaltung zu einer zentralen Aufgabe derer, denen historisches Kulturgut anvertraut ist. Die schädigenden Einflüsse sind dabei vielfältig. „Ein gutes Beispiel ist hier die heimtückische Säurebildung in industriell gefertigten Papieren. Denken wir beispielsweise an Zeitungen, die aufgrund ihrer schlechten Papierqualität in vielen Archiven und Bibliotheken schon vom Zerfall bedroht sind“, erklärte Kreisarchivarin Sabine Raßner.

 

Neben Herstellungs- und materialbedingten Faktoren schädigen auch Umwelteinflüsse oder ungeeignete Lagerungsbedingungen das Kulturgut. Bestandserhaltung umfasst sowohl präventive Maßnahmen, also Maßnahmen die verhindern, dass überhaupt Schäden am Archivgut entstehen, als auch solche zur Behebung von Schäden, die restauratorischen Maßnahmen. Von all dem erzählt die Ausstellung auf ihren zwölf Tafeln. Ergänzt werden die Tafeln durch eine Auswahl von Exponaten.