Umweltbeauftragte der Kommunen tagten in der Kreisverwaltung
Bildunterschrift:
Erster Kreisbeigeordneter und Abfallwirtschaftsdezernent Dirk Oßwald mit den Umweltberaterinnen und Umweltberatern der Städte und Gemeinden des Landkreises sowie dem Team der Abfallwirtschaft anlässlich der Tagung in den Räumen der Kreisverwaltung am Riversplatz.
Fachdienst Abfallwirtschaft hatte eingeladen – Oßwald: persönlicher Erfahrungsaustausch zum Arbeitsalltag ist wichtig
Der Fachdienst Abfallwirtschaft des Landkreises hatte die Umweltbeauftragten der Städte und Gemeinden kürzlich zu einer Tagung in die Kreisverwaltung am Riversplatz eingeladen. Auf der Tagesordnung standen Themen wie Einführung der gelben Tonne im Landkreis, die neue, blaue Gebührenmarke, Service rund um den Sperrmüll, der Abfuhrkalender im Internet sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Bereich Abfallwirtschaft.
In einer kurzen Begrüßung der 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellte der Erste Kreisbeigeordnete und Abfallwirtschaftsdezernent Dirk Oßwald zunächst die Räumlichkeiten am Riversplatz vor. „Persönliche Gespräche über Themen des beruflichen Arbeitsalltags sind in Zeiten des Internets und der Sozialen Netzwerke sehr wichtig. Bitte nutzen Sie das heutige Treffen zur Information und zum Erfahrungsaustausch“, sagte der Abfallwirtschaftdezernent im Beisein von Karin Wandel, Leiterin des Fachdienstes Abfallwirtschaft, wörtlich.
Als Gastreferentin war Iris Mehl, Bereichsleiterin Vertrieb und Fuhrpark der ZAUG Recycling GmbH (ZR) zum Thema „gelbe Tonnen“ eingeladen. Das Mittelhessische Entsorgungsunternehmen ist für 2011 von der Duales System Deutschland GmbH (DSD) mit der Abholung von Verpackungsabfällen in gelben Säcken bzw. gelben Tonnen im Landkreis Gießen beauftragt. Mit der Einführung einer Gelben Tonne ergibt sich für die Haushalte des Landkreises die Wahlmöglichkeit, den Verpackungsabfall wie gewohnt im Gelben Sack oder in der neu eingeführten Gelben Tonne entsorgen zu lassen. Dazu wird ZR demnächst eine schriftliche Befragung bei allen Haushalten durchführen. „Wer sich für die Gelbe Tonne entscheidet, bekommt eine entsprechende Tonne von DSD gestellt. Es ist nicht möglich, privat erworbene Gelbe Tonnen zu verwenden“, betonte Dirk Oßwald ergänzend.
Anne-Kathrein Bierenfeld und Matthias Krug, aus dem Team des Fachdienstes Abfallwirtschaft klärten über die neue, dreieckige, blaue Gebührenmarken für zweiwöchig geleerte Restmülltonnen auf. Der Zahn der Zeit nagt auch an den Gebührenmarken auf den Abfalltonnen des Landkreises.
Viele Gebührenmarken sind verblichen und teilweise abgeblättert, so dass die Müllwerker nicht mehr eindeutig erkennen können, ob die Restabfalltonne in einem zwei-wöchentlichen Rhythmus oder in einem vier-wöchentlichen Rhythmus zu entleeren ist. Aus diesem Grund werden in den nächsten Wochen neue, blaue Gebührenmarken für die zweiwöchige Leerung an die Haushalte des Landkreises verschickt.
Im Anschluss beschrieb Anne-Kathrin Bierenfeld die Möglichkeiten der Sperrmüllanmeldung. Hier ging sie im Detail auf das neue Modul auf der Website des Landkreises ein. Unter www.lkgi.de Rubrik Abfallwirtschaft haben Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gießen jetzt auch die Möglichkeit ihren Sperrmüll Online anzumelden. Die telefonische Anmeldung ist auch weiterhin unter 0180 1122333 möglich.
Ergänzt wurden die Ausführungen zur Website durch die Beschreibung von Barbara Roth, Abfallberaterin des Landkreises, zu Neuerungen im Internetmodul „Abfallkalender“. Ebenfalls unter www.lkgi.de Rubrik Abfallwirtschaft/ Abfallkalender haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihren individuellen Abfuhrkalender zu erstellen und auszudrucken.
Zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Abfallwirtschaft erklärte die zuständige Fachdienstleiterin folgendes: „Wir stellen uns darauf ein, dass auch im Landkreis Gießen der Anteil älterer Mitbürger und Mitbürgerinnen immer höher wird. Es gilt Konzepte zu entwickeln, um den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern entsprechenden Service anzubieten. Dies kann dort notwendig werden, wo Probleme dadurch entstehen, dass Personen zum Beispiel nicht mehr in der Lage sind, ihre vollen Mülltonnen oder den Sperrmüll selbstständig an die Straße zu bringen.
Zum Abschluss der Tagung ist es nach den Sachthemen noch sehr menschlich geworden. Gabriele Girschick verabschiedete sich von den Umweltbeauftragten. Nach 22 Jahren engagierter Arbeit als Abfallberaterin wird Girschick Ende Dezember 2010 in den wohlverdienten Ruhstand gehen.
„Der Informationsaustausch mit den Kollegen aus den Städten und Gemeinden, aber auch der persönliche Kontakt zum den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes sind für meine Arbeit von großer Bedeutung. Es ist für meinen Arbeitsalltag eine Bereicherung, wenn solche Tagungen regelmäßig stattfinden“, erklärten verschiedene Umweltbeauftragte abschließend.








