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Kreis gegen Großschadensfälle gewappnet

Rettungsdienst

Landrätin Schneider ernennt neue Rettungsfachleute und informiert über Hintergründe der Hilfeleistungen

 

Gerade die letzten Tage, während des winterlichen Klimawechsels mit Schnee und Eis und vielen Unfällen auf Straßen und Autobahnen, haben erneut gezeigt: Notärzte retten Leben. Wenn sie kommen, ist zuvor meist ein Unglück passiert. Menschen sind verletzt. Körperliche Schäden müssen behoben werden. Gerade bei Großschadensfällen ist es nach Meinung von Landrätin Anita Schneider „deshalb wichtig, dass kompetente Menschen vor Ort sind, die den Überblick behalten und entsprechende Anweisungen geben können.“ In ihrer Eigenschaft als Dezernentin für den Rettungsdienst informierte Landrätin Schneider am Dienstag (30-11-2010) während einer Pressekonferenz über einen aktuellen Beschluss des Kreisausschusses (KA) zur Bestellung neuer ehrenamtlicher Rettungskräfte und die Hintergründe helfender Aktivitäten bei größeren Schadensfällen.

 

Ab fünf betroffenen Verletzten im Landkreis Gießen werden ihren Angaben zufolge bereits seit dem 1. Februar 1997 Organisatorische Leiter Rettungsdienst und auch Leitende Notärzte durch die Zentrale Leitstelle mitalarmiert. Sie koordinieren als sogenannte „Technische Einsatzleitung Rettungsdienst“ die Versorgung der Verletzten vor Ort bis hin zur Einweisung in das jeweils geeignete Krankenhaus, die jeweils passende Klinik.

 

Dafür steht den Fachleuten jeweils ein besonderes Einsatzfahrzeug zur Verfügung. Gleichzeitig arbeiten sie eng mit den Einsatzleitungen der Feuerwehr, der Polizei und der Rettungsdienste zusammen. Leitende Notärzte verfügen über Facharztqualifikation, langjährige Erfahrung bei Einsätzen als Notarzt und über entsprechende Fortbildungen. Organisatorische Leiter besitzen mehrjährige Erfahrung in Leitungsfunktionen des Rettungsdienstes und umfangreiche Kenntnisse der Infrastruktur des Rettungsdienstbereiches.

 

In dieses Führungsgremium wurden nun gemäß eines KA-Beschlusses Dr. Mario Myny (Laubach), Dr. Florian Seel (Fernwald) und Dr. Stefan Steidl (Gießen) zu Leitenden Notärzten bestellt. Zu Organisatorischen Leitern hat der KA Frank Niemann aus Gießen (Deutsches Rotes Kreuz, Rettungsdienst-Mittelhessen gGmbH) und Tobias Slenczek aus Pohlheim (Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Gießen) bestellt.

 

Die Leitenden Notärzte und Organisatorischen Leiter nehmen ehrenamtlich die Rufbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr gemeinschaftlich wahr. Dieser ehrenamtlichen Leistung zum Wohle der Region und der gesamten Bevölkerung zollte Landrätin Schneider, gemäß eigener Aussage „gerade in der heutigen Zeit großen Respekt und viel Anerkennung“, denn nur mit der Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten durch Freiwillige lasse sich die Vielzahl von Aufgaben in unserem Landkreis bewältigen.

 

Schneider sicherte gemeinsam mit dem Fachbereichsleiter „Sicherheit und Ordnung“, Ulrich Monz, dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, Dr. Simon Little, sowie Horst Jeckel vom Sachgebiet „Rettungsdienst“, den in der Technischen Einsatzleitung (TEL) Rettungsdienst Tätigen umfassende Unterstützung bei deren Arbeit zu.

 

Derzeit gehören der TEL Rettungsdienst an: Dr. Beate Hoffmann, Ralf-Michael Wagner, Prof. Dr. Jörg Mühling, Dr. Britta Wagner, Michael Ziajkowski, Dr. Klaus Döring, Dr. Detlef Rupp, Dr. Andre Althoff, Dr. Frank Schuetz, Dr. Simon Little, Dr. Valesco Mann, Dr. Holger Uhlich, Dr. Mario Myny, Dr. Florian Seel und Dr. Stefan Steidl (Leitende Notärzte) sowie Martin Lempe, Carsten Rausch, Heinz-Georg Jäger, Thomas Rink, Marco Schulte-Lünzum, Michael Hartmann, Michael Burke, Richard Seitz, Frank Kessler, Frank Niemann und Tobias Slenczek (Organisatorische Leiter Rettungsdienst).

 

Während einer Gedenkminute gedachten die Anwesenden Dr. Till Spiegl. Dr Spiegl gehörte als Leitender Notarzt zum Team der Einsatzleitung Rettungsdienst und war im Oktober verstorben.

 

Bei den ebenfalls zu diesem Pressetermin eingeladenen Helferinnen und Helfern des Grünberger RetterTages bedankte sich Landrätin Schneider ebenfalls. Dieser RetterTag fand am 10. Oktober 2010 erstmals im Landkreis Gießen während des Gallusmarktes statt. Dabei präsentierten sich unter großem Zuspruch der Bevölkerung die heimischen Rettungsdienste von DRK und JUH, die Grünberger Feuerwehr, das THW und auch die Bundeswehr.

 

Landrätin Schneider wünschte den Rettungsfachleuten „möglichst wenige Einsätze“. Gemäß ihrer Ansicht „können sich die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gießen jederzeit auf die sehr gute Struktur im Rettungsdienst verlassen".