„Qualität der Pflegeheime im Landkreis über Hessendurchschnitt“
11 Pflegeheime im Landkreis haben sich von Medizinischer Dienst der Krankenkasse freiwillig benoten lassen – Qualität der Pflege wird transparenter - Oßwald: Pflegedienstleistung hat künftig immer größeren Stellenwert für Bürgerinnen und Bürger
Sozialdezernent Dirk Oßwald hat sich kürzlich im oberhessischen Diakoniezentrum Johann-Friedrich-Stift in Laubach über die Qualität der Pflege und die Benotung der Pflegeeinrichtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen informiert. „Im Landkreis Gießen haben sich aktuell 11 Pflegeeinrichtungen mit vollstationärem Pflegeangebot einer freiwilligen Benotung unterzogen. Bei Ergebnissen, die zwischen 1,0 und 1,7 liegen, können wir mit Stolz von einem guten Angebot für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis sprechen. Der hessenweite Durchschnitt liegt bei 1,7“, betonte Dirk Oßwald im Gespräch mit Kathrin Wind, Vorstand des Oberhessischen Diakoniezentrums in Laubach.
Die 11 Pflegeeinrichtungen im Landkreis, die sich freiwillig haben benoten lass, haben wie folgt abgeschnitten: Seniorenzentrum Annerod in Fernwald-Annerod 1,2, Ensemble Pflegezentrum Gießen in Gießen 1,4, Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt in Lollar 1,5, Altenpflegeheim Maria-Frieden in Gießen 1,2, Casa Reha Seniorenpflegeheim in Lollar 1,7, Pflege- und Förderzentrum St. Anna in Gießen 1,3, Oberhessisches Diakoniezentrum Johann-Friedrich-Stift – Seniorenzentrum in Lich 1,0, Oberhessisches Diakoniezentrum Johann-Friedrich-Stift – Alten- und Pflegeheim in Laubach 1,3, Oberhessisches Diakoniezentrum Johann-Friedrich-Stift – Alten- und Pflegeheim in Hungen 1,2, Heinz Ulmen Haus in Langgöns 1,4.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit unter www.pflegelotse.de die Benotungen für die Einrichtungen im Landkreis einzusehen. Pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige können sich anhand der Benotungen gezielt zu den Themen `Pflege und medizinische Versorgung`, ´Umgang mit demenzkranken Bewohnern`, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung´, Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene´ und über die Ergebnisse zu Bewohnerumfragen informieren.
„Durch den demografischen Wandel wird die Bedeutung der Pflege älterer Menschen einen noch wichtigeren Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen. Es gilt jetzt die Rahmenbedingungen für ein Leistungsniveau in der Pflege sicherzustellen, das als zufriedenstellend und akzeptabel von den Bürgerinnen und Bürgern anerkannt wird“, betonte Dirk Oßwald.
Mit der Reform der Pflegeversicherung 2008 sind Maßnahmen auf den Weg gebraucht worden, um die Qualität und die Transparenz in der Pflege zu steigern. Ein wichtiger Baustein ist hier, neben der freiwilligen Benotung der Leistungen in den Einrichtungen, die Überprüfung von stationären Pflegeheimen und ambulanten Pflegeanbietern durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK). In Zukunft ist eine jährliche Kontrolle der stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen vorgeschrieben.
Seit Anfang 2009 haben sich alle 24 stationären Pflegeeinrichtungen und die ambulanten Pflegeanbieter im Landkreis einer Prüfung des MDK unterzogen. Nach den Worten von Achim Szauter, Teamleiter im Fachdienst Soziales beim Landkreis Gießen, wurden keine gravierenden Mängel festgestellt.
„Ich bin froh, dass im Bereich der Pflege eine Transparenz zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen geschaffen wird. Bürgerinnen und Bürger, die vor der Auswahl einer geeigneten Pflegeeinrichtung stehen, können anhand der einheitlichen Standards die Einrichtungen vergleichen und so besser eine individuelle Auswahl treffen“, erklärte der Sozialdezernent abschließend. Infos unter www.pflegelotse.de.
Bildunterschrift:
vl. Hedwig Reinschmidt, Gabi Hoesl- Brunner, Qualitätsmanagerin des Oberhessischen Diakoniezentrums, Kathrin Wind, Vorstand Oberhessisches Diakoniezentrum, Sozialdezernent Dirk Oßwald und Irma Schäfer anlässlich des Informationsgespräches über die Qualität der Pflege und die Benotung der Pflegeheime im oberhessischen Diakoniezentrum Johann-Friedrich-Stift in Laubach.









