Grausiger Fund in Sporttasche
Vermutlich verhungert: Veterinäramt sucht nach Halter von totem Hund und toter Schlange
Landkreis Gießen. Ein Spaziergänger machte Anfang der Woche in Gießen einen grausigen Fund. Im Bereich zwischen Neuem Friedhof und Bahndamm lag eine blaue Sporttasche. Da ein unangenehmer Geruch entströmte und er das Schlimmste befürchtete, öffnete er sie. Zu seinem Entsetzen befand sich in der Tasche ein toter Hund sowie eine tote weiße Schlange. Mitarbeiter des Veterinäramtes brachten die Tasche mit den beiden toten Tieren zur Feststellung der Todesursache an den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor. Um den Sachverhalt aufzuklären zu können, bittet der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz um die Mithilfe der Bevölkerung zum Auffinden des Tierhalters.
Bei der Sektion wurde festgestellt, dass es sich bei dem Hund um eine etwa kniehohe, gestromte Hündin handelt, bei der weder ein Chip noch eine Tätowierung gefunden werden konnte. Die Hündin war bis auf das Skelett abgemagert. Der Hund wog gerade noch 6,8 kg, wenigstens halb so viel wie normal. Auch die etwa 43 Zentimeter lange Albino-Schlange war vollständig abgemagert. Die diensthabende Veterinärpathologin im Landeslabor war schockiert über den Zustand der Tiere und leitete umgehend weitergehende Untersuchungen ein. Es ist momentan davon auszugehen, dass beide Tiere verhungert sind.
Wer die auffällige blaue Sporttasche der Marke Bond Street mit kleinem Anhängeschloss kennt oder wer etwas zur Identität der toten Hündin oder Schlange sagen kann, wendet sich bitte an den Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz in der Rodheimer Str. 33 in 35398 Gießen (Tel. 0641 9390-6200 oder E-Mail: poststelle.avv@lkgi.de).










