Schafherde aus Nordhessen grast seit gestern in Solarpark Linden
Nordhessische Veterinärbehörde bestätigt: Die vor einem Jahr Q-Fieber infizierten Tiere sind grundimmunisiert und geimpft
Wie das Veterinäramt des Landkreises Gießen gestern erfahren hat, weidet seit Donnerstagabend eine Schafherde auf dem Gelände des Solarparks Linden bei Kleinlinden, um das dortige Gras niedrig zu halten. Nach Anrufen besorgter Bürger hatte sich die zuständige Amtstierärztin umgehend vor Ort ein Bild verschafft und festgestellt, dass es sich bei der Herde um jene aus Nordhessen handelt, die im Herbst vergangenen Jahres ebenfalls nahe Kleinlinden weidete und damals mit Q-Fieber infiziert war.
Der Leiter des Gießener Veterinäramtes, Dr. Bruno Scherm, nahm umgehend Kontakt mit dem für die aus Frankenberg stammende Herde zuständigen nordhessischen Veterinäramt auf. Von dort wurde ihm die Aussage des Schäfers bestätigt, dass sämtliche Tiere seit Herbst letzten Jahres grundimmunisiert und regelmäßig unter Kontrolle des Veterinäramtes nachgeimpft wurden. „Es kann somit von einem belastbarem Impfschutz ausgegangen wird“, sagt Dr. Scherm und ergänzt zu nachvollziehbaren Ängsten der Anlieger: „Es besteht keinerlei Anlass zu der Annahme, dass diese Schafherde erneut oder immer noch mit Q-Fieber infiziert ist.“
Außerdem habe der Schäfer die trächtigen beziehungsweise gerade abgelammten Tiere in Nordhessen belassen. Auch die mitgebrachten Lämmer sind mindestens sechs Wochen alt. Bekanntlich geht nur vom Geburtsvorgang und den Nachgeburten eine Infektionsgefahr aus. Beides könne hier ausgeschlossen werden.
Nach Angaben des Schäfers werde die Herde nur wenige Tage dort weiden und dann zu einem anderen Solarpark verbracht. Die Herde weide mittelbar im Auftrag der OVAG, die den Solarpark betreibt, auf der Fläche.








