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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

Hilfesuchende Hände mit der Aufschrift: Ich heiße Walter MeierDas Thema „Demenz“ geht uns alle an. Mehr als 1,4 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben. Es sollte uns allen ein Anliegen sein, Sensibilität für Menschen mit Demenz, deren Bezugspersonen und für dieses Thema zu entwickeln.

 

Wird beispielsweise die individuell geschaffene Tagesstruktur von Betroffenen durcheinandergebracht, kann sie dies vor große Herausforderungen stellen. Dazu genügen schon eine ungewohnte Umgebung, fremde Abläufe und der Kontakt zu fremden Personen. Es kann zu einem für Außenstehende irritierend wirkenden Verhalten führen.

 

Menschen, die auf diese Situationen einfühlsam reagieren, kann es leichter gelingen eventuell konfliktreiche Situationen zu vermeiden. Aus diesem Grund ist es hilfreich, wenn Kontaktpersonen wissen, dass sie mit einer von Demenz betroffenen Person zu tun haben. Denn nicht immer ist dies auf den ersten Blick erkennbar. Bezugspersonen von Menschen mit Demenz wiederum benötigen ebenfalls das Verständnis von ihrem Umfeld für ihre Situation. Hier kann der „Demenzpass Gießen“ eine erste Hilfe sein, den Alltag zu erleichtern.

 

Den „Demenzpass Gießen“ können sowohl Menschen mit Demenz als auch deren Bezugspersonen bei sich tragen und im Bedarfsfall, wenn sie es möchten, der jeweiligen Kontaktperson (z.B. bei Behörden, Ämtern, im Krankenhaus, beim Arzt, im Handel etc.) vorlegen. Auf dem „Demenzpass Gießen“ steht der Name der/des Betroffenen und die Kontaktdaten der Bezugsperson, welche im Notfall zu benachrichtigen ist.

 

Der „Demenzpass Gießen“ wurde von verschiedenen Akteuren aus Stadt und Landkreis Gießen (siehe Kooperationspartner/-innen) entwickelt und wird in einer Pilotphase erprobt.

 

Das Vorlegen des „Demenzpasses Gießen“ kann Ihnen als Passbesitzer/in

folgende Vorteile bei den Kooperationspartnern/innen bringen:

 

Im stationären Bereich:

AGAPLESION Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen,

St. Josef Krankenhaus Balserische Stiftung gGmbH

  • Sie können als Bezugsperson eines Menschen mit Demenz nach Möglichkeit und Verfügbarkeit das „Rooming in“, also die Unterbringung der Begleitperson während des Krankenhausaufenthaltes, nutzen.
  • Pflegekräfte bemühen sich ein besonderes Augenmerk auf Menschen mit Demenz im Stationsalltag zu haben, z.B. indem Ihnen nach Möglichkeit ein Zimmer in der Nähe des Dienstzimmers des Pflegepersonals zugeteilt wird.
  • Die Wartezeiten sowohl für Sie als Betroffene/r als auch als Bezugsperson werden so kurz wie möglich gehalten.
  • Bei Beratungs- und Aufklärungsgesprächen werden Sie als Bezugsperson mit eingebunden.

 

Im hausärztlichen Bereich:

Hausarztpraxis Fleck/Schöndorf/Meisler

  • Die Terminvergabe erfolgt nach Möglichkeit zeitnah.
  • Die Wartezeiten sowohl für Sie als Betroffene/r als auch als Bezugsperson werden so kurz wie möglich gehalten.

 

Im ambulanten Bereich:

Ev. Pflegezentrale Gießen

  • Kostenlose Probetage für Menschen mit Demenz in den zwei bestehenden Demenzcafés angeboten.
  • Eine individuelle Alltagsbetreuung in der Häuslichkeit ist möglich.
  • Es findet eine kostenlose Schulung von Bezugspersonen in der Häuslichkeit statt.
  • Die häusliche Pflegeberatung nach § 37 SGB XI sowie die pflegerische Versorgung und Betreuung erfolgt vorrangig durch gerontopsychiatrische Fachkräfte.
  • Erstellung eines individuellem Gesamtkonzeptes für den oder die Patienten/in, in Zusammenarbeit mit den an der Versorgung Beteiligten (z.B. Angehörige, Anbieter von Haus-Not-Ruf oder Essen auf Rädern etc.).
  • Informationsträger zwischen den Schnittstellen, insbesondere bei der Überleitung von Menschen mit Demenz ins Akutkrankenhaus.

 

In den Beratungsstellen:

Beratungs- und Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen

in der Stadt und im Landkreis Gießen (BeKo) , Pflegestützpunkt Landkreis Gießen

  • Information und Beratung zu Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten sowie mögliche Kostenträger wird angeboten.
  • Bei Antragstellungen wird Hilfe geleistet.

 

Im kulturellen und sportlichen Bereich:

Das Projekt „Demenzpass Gießen“ ist weiteren interessierten Kooperationspartnern/innen gegenüber aufgeschlossen und beschränkt sich nicht ausschließlich auf das Gesundheitswesen.

 

Stadttheater Gießen

  • Das Stadttheater Gießen bietet in Zusammenarbeit mit der Initiative Demenzfreundliche Kommune (IDfK) für Menschen mit Demenz und ihre Bezugspersonen die Teilnahme an Generalproben und Tanztrainings an. Aktuelle Termine finden Sie hier.
  • Für Vorstellungsbesuche werden gerne geeignete Stücke für Menschen mit Demenz empfohlen. An der Kasse haben Sie die Möglichkeit, individuelle Platzwünsche (Randplätze, Parkett usw.) zu äußern. Falls sich am Tag der Aufführung Probleme ergeben, können Sie sich gerne an das Garderobenpersonal wenden.
  • Für weitere Informationen und Fragen stehen die folgenden Mitarbeiterinnen gerne zur Verfügung: Marion Bathe (Telefon 0641 7957-14) und Masae Nomura (Telefon 0641 7957-791).

 

moment!-Gruppe (motorisches und mentales Training)
für Menschen mit Demenz

  • Die regelmäßige Teilnahme an dieser Gruppe unterstützt Sie als Betroffene/r, Ihre motorischen und kognitiven Alltagskompetenzen länger zu erhalten.
    Darüber hinaus kann sie das gesamte Wohlbefinden verbessern. Die Teilnahme für die Begleitperson ist kostenfrei.
  • Gemeindeschwesterprojekt Lich/Muschenheim
    Jeden Dienstag von 10 bis 11 Uhr im Kommunikationszentrum.
    Nähere Informationen erhalten Sie bei:
    Frau Marx (Tel. 06404 3297) und Frau Geitel (Tel. 06404 62574).
  • Servicestelle Demenz, Oberhessisches Diakoniezentrum Ambulante Dienste Johann-Friedrich-Stift gGmbH in Kooperation mit dem TSV Freienseen e.V.
    Jeden Montag von 10 bis 11 Uhr in der Evangelischen Grundschule in Laubach-Freienseen, Oberseener Weg 6.
    Nähere Informationen erhalten Sie bei:
    Frau Herrmann, Servicestelle Demenz (Tel. 06405 827-172) und
    Herr Häbel, Übungsleiter für Momentgruppen (Tel. 06405 506673).

 

Ausgabestellen:

Die Ausgabe des „Demenzpasses Gießen“ erfolgt für Menschen mit Demenz und für deren Bezugspersonen unter der Voraussetzung einer vom Facharzt nachweislich gestellten Diagnose (Testung, Diagnostik) bei folgenden Institutionen:

 

Institution Ansprechpartner
Beratung- und Koordinierungsstelle für ältere und
pflegebedürftige Menschen (BeKo) in Stadt und Landkreis Gießen:
Kleine Mühlgasse 8, 35390 Gießen

Tel. 0641 979009-0

Pflegestützpunkt Gießen:
Kleine Mühlgasse 8, 35390 Gießen
Tel. 0641 209164-97
AGAPLESION Evangelisches Krankenhaus Mittelhessen:

Paul-Zipp-Straße 171, 35398 Gießen

Sozialdienst

Tel. 0641 96063-64

St. Josefs Krankenhaus Balserische Stiftung gGmbH

- Fachabteilung Geriatrie:

Wilhelmstraße 7, 35392 Gießen

Demenz-Expertin

in der Geriatrie

Tel. 0641 7002-0

Praxis für Neurologie & Psychiatrie:

Hahn-Klippel-Fischer
Bahnhofstr. 64, 35390 Gießen

Tel. 0641 77616

Psychiatrische Hochschul- und Institutsambulanz (UKGM):
Am Steg 22, 35385 Gießen

Tel. 0641 985-45720

Diagnostikzentrum Neurologie:
Paul-Zipp-Str. 171-173, 35398 Gießen

Tel. 0641 80899-150

Internistische Gemeinschaftspraxis:
Dr. Almos Cseke & Dr. Georg Friese
Neuenweg 16, 35390 Gießen
Tel. 0641 35040

Praxis für Allgemeinmedizin:

Dr. Robert Kullmann
Untergasse 28h, 35418 Buseck    

Tel. 06408 62728
Gemeinschaftspraxis Niederkleen:
Milev-Heckrodt-Springmann-Krug
Bergstraße 10a, 35428 Langgöns- Niederkleen
Tel. 06447 92320

Gemeinschaftspraxis:

Marck-Marck-Linn-Pickel
Neue Mitte 10 (Haus 4), 35415 Pohlheim

Tel. 06403 9772828

Praxis für Allgemeinmedizin:

Dr. Mischa Billek
Schulstraße 2, 35447 Reiskirchen

Tel. 06408 95010
Demenzberatung Lich:
Kirchplatz 12 Bürgerbüro, 35423 Lich
Tel. 06404 806-191
(Frau Harbusch, Sprechzeiten: Montag 10-12 Uhr, Donnerstag 16–18 Uhr)

 

 

Neben den kooperierenden Ausgabestellen wurde die Entwicklung des „Demenzpasses Gießen“ sowie die Umsetzung der Pilotphase durch weitere Kooperationspartnerinnen und -partner unterstützt:

  • Stadt Gießen
  • Landkreis Gießen
  • Beratungs- & Koordinierungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen (BeKo) in der Stadt und im Landkreis Gießen (Tel. 0641 979009-0)
  • Pflegestützpunkt Landkreis Gießen (Tel. 0641 209164-97 oder -96)
  • Evangelische Pflegezentrale Gießen (Tel. 0641 30020-200)
  • Fachärzte für Allgemeinmedizin: Praxis Fleck/ Schöndorf/ Meisler (Tel. 0641 975830)
  • Praxis Behrens-Gutberlet & Schemann (Tel. 0641 72526)
  • Modellprojekt „Demenz – Entlassung in die Lücke“ des Diakonischen Werks Gießen (Tel. 0641 30020-420)
  • COMPASS Private Pflegeberatung - Frau Losert (Tel. 0221 93332-384)

 

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