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Zufallsbild aus dem Landkreis Giessen

GruppenbildBritta Westen und Sandra Deissmann leiten die Koordinierungsstelle, die Anlaufpunkt für alle Akteure und Ratsuchenden ist. „Bei uns können sich Schwangere, werdende Väter sowie Mütter mit Säuglingen melden. Und auch Ärzte, Hebammen, Sozialarbeiter, Jobberater können den Kontakt zu uns vermitteln oder um Rat fragen, wenn ihnen schon während der Schwangerschaft auffällt, dass die werdende Mutter besondere Zuwendung braucht. Wenn die Frauen mit der Hilfe durch eine Familienhebamme einverstanden sind, vermitteln wir eine unserer Fachfrauen“, erläutert Britta Westen, „sie berät die Eltern dann bei einem Hausbesuch und vermittelt gegebenenfalls weitere Hilfen. Zwölf Familien nutzen bereits das Angebot der „Runden Sache“.

 

Familienhebammen sind Hebammen mit einer Zusatzqualifikation, die sie dazu befähigt, Mütter und Väter mit Säuglingen in belastenden und besonderen Lebenssituationen zu unterstützen. Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen sind Kinderkrankenschwestern mit der gleichen Qualifikation.

 

An der  "Runde Sache" gefällt mir besonders, dass die Hilfen für die Familien so früh wie möglich ansetzen. Wir begleiten Mütter bereits in der Schwangerschaft. Hebammen und Kinderkrankenschwestern haben bei werdenden Müttern und Vätern meist ein hohes Ansehen und genießen Vertrauen. Das ist eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, berichtet Sandra Deissmann.

 

Zugeschnitten ist die „Runde Sache“ für Familien, die mit der neuen familiären Situation und dem Baby überfordert sind. „Es gibt gewisse Risikokonstellationen, die wir mithilfe unseres Netzwerkes entdecken wollen, um möglichst früh Hilfestellung und Begleitung geben zu können. Mithilfe der Familienhebammen können Negativspiralen abgewehrt werden, bevor sie zum sprichwörtlichen Teufelskreis werden. Im Vordergrund steht immer, dass die Eltern eine gesunde Beziehung zum Kind aufbauen können und ihm so einen guten Start ins Leben ermöglichen“, erklärt Barbara Pohl-Hondrich vom Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamts, die an der Entwicklung des Programms maßgeblich beteiligt war.

 

Verstärkten Unterstützungsbedarf haben demnach beispielsweise minderjährige, suchtkranke oder depressive Eltern. Ihnen können die Familienhebammen wichtige Tipps im Umgang mit dem Baby geben. Aber auch nach einer Frühgeburt oder bei einer Behinderung des Kindes sollen Familienhebammen zum Einsatz kommen. Außerdem stellen Wohnungsenge und Armut besondere Anforderungen an die Eltern, die sehr belastend wirken können.

 

Logo der "Runden Sache", dem Familienhabammenprogramm im Landkreis Gießen„Die „Runde Sache“ ist ein kostenloses Angebot für (werdende) Eltern, um den Übergang zur Elternschaft zu unterstützen und Eltern im ersten Lebensjahr ihres Säuglings zu begleiten. Familienhebammen sollen ein zusätzliches Angebot für Mütter und werdende Väter mit psychosozialen Risiken sein, ergänzt Dirk Oßwald über das Familienhebammen-Programm im Landkreis Gießen.

 

Wer mehr über die „Runde Sache“ erfahren möchte, kann sich gern in der Koordinierungsstelle bei Britta Westen und Sandra Deissmann melden. Telefon: 0641 9390-1404. E-Mail: rundesache@lkgi.de.

 

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